Das Wichtigste vorab
- Höhe: rund 0,6 bis 1 Prozent des Kaufpreises
- Grundlage: Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) – bundesweit identisch
- Kostenträger: nach § 448 Abs. 2 BGB der Käufer
- zusätzlich: Gebühren des Grundbuchamts von rund 0,3 bis 0,5 Prozent
Rechenbeispiel
Für eine Eigentumswohnung zu 550.000 Euro berechnet der Notar nach Tabelle B eine 2,0-Gebühr für die Beurkundung und je eine 0,5-Gebühr für Vollzug und Betreuung – mit Umsatzsteuer rund 3.620 Euro. Mit einer Grundschuld über 440.000 Euro kommt eine 1,0-Gebühr hinzu, zusammen rund 4.620 Euro, jeweils ohne Auslagen. Das Grundbuchamt berechnet zusätzlich rund 1.550 Euro, mit Grundschuld rund 2.380 Euro. Weil die Gebühren gesetzlich festgelegt sind, lohnt kein Preisvergleich zwischen Notariaten.
Aufgaben des Notars beim Kauf
Der Notar bereitet den Kaufvertrag vor und sendet den Entwurf Käufer und Verkäufer zur Durchsicht. Im Beurkundungstermin liest er den Vertrag vor, erklärt Rechte und Pflichten und beurkundet ihn – damit wird der Kauf wirksam. Anschließend beantragt er die nötigen Eintragungen im Grundbuch, vom neuen Eigentümer bis zur Löschung alter Lasten.
Warum der Käufer die Rechnung bekommt
§ 448 Abs. 2 BGB weist dem Käufer eines Grundstücks die Kosten für Beurkundung, Auflassung und Grundbucheintragung zu. Die meisten Kaufverträge bleiben bei dieser Verteilung.
Unparteiisch
Anders als Makler oder Anwalt steht der Notar auf keiner Seite. Er sichert als neutrale Instanz ab, dass der Vertrag rechtskonform ist und der Ablauf für beide Parteien transparent bleibt.
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Der Beitrag informiert allgemein; eine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung im Einzelfall ersetzt er nicht.
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